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Handwerkersoftware für SHK-Betriebe: Die Auswahl ohne Verkäuferbrille
Kaum ein Gewerk hat höhere Anforderungen an seine Software als Sanitär, Heizung, Klima: Wartungsverträge mit Fristen, Notdienst, Großhandels-Schnittstellen, Termindruck und Montage beim Kunden. Diese Seite sortiert, welche Aufgaben eine SHK-Software lösen muss, welche Systeme den Markt prägen — und für welchen Teil des Problems eine Faktura-Software gar nicht zuständig ist.
Von Vi Barnd Duong · Stand 25. August 2026 · Marktangaben nach öffentlichen Anbieter- und Vergleichsinformationen, Stand August 2026, ohne Gewähr.
Was SHK-Software können muss — die Prüfliste
- Angebot und Rechnung mit Branchendaten: Anbindung an Großhandel und Datanorm-Artikeldaten, damit Kalkulationen nicht von Hand gepflegt werden.
- Wartungsverträge: wiederkehrende Termine, Fristen, automatische Wiedervorlage — das Rückgrat des planbaren Umsatzes.
- Einsatzplanung: Wer ist wann wo, inklusive Notdienst.
- Mobile Auftragsabwicklung: Arbeitsbericht, Fotos, Unterschrift des Kunden direkt vor Ort.
- Dokumentation: Anlagen-Historie je Kunde — welche Therme, wann gewartet, welche Teile verbaut.
Die Platzhirsche — und was sie gut können
Der SHK-Markt hat etablierte Spezialisten: Taifun ist seit Jahrzehnten auf SHK und Elektro spezialisiert und im Gewerk weit verbreitet; daneben prägen unter anderem pds, Hero und weitere Handwerksprogramme mit Branchenpaketen den Markt (unser Hero-Vergleich geht auf den bekanntesten Cloud-Anbieter im Detail ein). Ihre gemeinsame Stärke liegt im kaufmännischen Kern: Branchenkalkulation, Großhandelsanbindung, Angebots- und Rechnungswesen für das Gewerk.
Unsere ehrliche Position dazu: Wenn dieser kaufmännische Kern Ihr Engpass ist, gehört eine solche Branchensoftware ins Haus — today365 hat bewusst kein Faktura-Modul und tritt hier nicht an.
Das Problem, das die Faktura nicht löst
In wachsenden SHK-Betrieben liegt der Schmerz nach unserer Erfahrung selten beim Rechnungsschreiben — sondern dazwischen:
- Der Wartungsrückstand steht in der Software, aber niemand schaut täglich hinein — die Chefin erfährt es, wenn der Kunde kündigt.
- Die Übergabe an den Monteur läuft per Zuruf; ob er die Anlagen-Historie gelesen hat, weiß niemand.
- Post, Mails und Lieferanten-Themen verteilen sich auf drei Posteingänge und zwei Köpfe.
- Delegierte Aufgaben gelten als erledigt, sobald sie ausgesprochen wurden.
Das ist der Führungs- und Organisationsteil des Betriebs — und genau dafür ist today365 gebaut: die tägliche Morgenlage mit allen Fristen und Rückständen, Delegation mit Annahme-Pflicht, KI-gelesener Posteingang und die Montage-Mappe mit dokumentierter Abnahme. Es ersetzt die SHK-Faktura nicht — es arbeitet neben ihr und führt zusammen, was sie nicht sieht.
Die Entscheidung in drei Fragen
- Wo verlieren Sie heute Geld? Beim Angebots-/Rechnungsprozess → Branchensoftware zuerst. Bei Überblick, Fristen, Übergaben → Organisations-Plattform zuerst.
- Was nutzen die Monteure wirklich? Die beste Funktion ist wertlos, wenn sie am Handschuh scheitert — Testphase mit den eigenen Leuten machen, nicht mit dem Vertriebler.
- Wie kommen die Daten wieder heraus? Export-Möglichkeiten vor dem Kauf prüfen — der Wechsel wird sonst zur Geisel-Situation.
Ein Praxis-Hinweis zum Schluss: Der Wartungsvertragsbestand ist im SHK-Betrieb der wertvollste Vermögensgegenstand — planbarer Umsatz, Kundenbindung, Notdienst-Berechtigung. Jede Software-Entscheidung sollte deshalb mit der Frage beginnen, wie zuverlässig das System Wartungsfristen überwacht und wer die Überfälligen täglich zu sehen bekommt. Ein Rückstand, der erst im Quartalsbericht auffällt, hat bis dahin still Kunden gekostet.
Häufige Fragen
Welche Handwerkersoftware ist die beste für SHK?
Die, die Ihren tatsächlichen Engpass löst. Für Kalkulation mit Großhandelsdaten und Wartungsverträge sind SHK-Spezialisten wie Taifun oder Cloud-Anbieter wie Hero etabliert. Für Führung, Fristen-Überblick, Delegation und Montage-Dokumentation braucht es eine Organisations-Plattform — beides zusammen ist kein Widerspruch.
Ist today365 eine SHK-Software?
Nein im klassischen Sinn: Es gibt bewusst keine Branchenkalkulation und kein Angebots-/Rechnungsmodul. Es ist die Führungs- und Organisationsschicht darüber — Morgenlage, Aufgaben mit Annahme, Posteingang mit KI-Auswertung, Montage-Mappe mit Abnahme — und arbeitet neben der bestehenden Faktura.
Was kostet Handwerkersoftware für SHK-Betriebe?
Die Spanne ist groß: Cloud-Faktura beginnt laut öffentlichen Angaben bei rund 100–130 € je Monat plus mobilen Lizenzen; Branchenpakete der Spezialisten liegen je nach Umfang darüber. today365 kostet 149 € je Betrieb plus 19–99 € je Nutzer nach Rolle — der Rechner auf der Startseite zeigt den eigenen Fall.
Brauchen kleine SHK-Betriebe überhaupt Software?
Ab dem ersten Wartungsvertrag mit Frist: ja. Die Frage ist nur, ob es zuerst die Faktura- oder die Organisationsseite sein muss — wer unter 10 Leuten ist und seine Rechnungen im Griff hat, verliert meist mehr Zeit an Zetteln und Zuruf als an der Kalkulation.
Der schnellste Test: Mitarbeiterzahl in den Rechner, dann die Demo mit den drei Fällen durchspielen.
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