Demo anfragen

today365 › Ratgeber › Software-Auswahl

SOFTWARE-AUSWAHL

Handwerkersoftware für Elektrobetriebe: Prüffristen sind das Nadelöhr

Elektrobetriebe haben ein Software-Problem, das andere Gewerke so nicht kennen: wiederkehrende Prüfpflichten. Wer DGUV-V3-Prüfungen, E-Checks und Wartungen zuverlässig terminiert und dokumentiert, hat planbaren Umsatz und ruhige Nächte — wer sie verschludert, haftet. Welche Anforderungen wirklich zählen und welcher Teil davon Faktura ist und welcher Organisation, sortiert der folgende Überblick.

Von Vi Barnd Duong · Stand 25. August 2026 · Marktangaben nach öffentlichen Anbieterinformationen, Stand August 2026, ohne Gewähr.

Die Prüfliste für Elektro-Software

  • Wiederkehrende Prüf- und Wartungstermine mit automatischer Wiedervorlage — DGUV V3, E-Check, Anlagenwartung. Das Nadelöhr schlechthin.
  • Anlagen- und Kundenhistorie: Welche Verteilung, welche Messwerte, was wurde wann verbaut — je Objekt abrufbar, auch auf der Baustelle.
  • Prüf- und Messprotokolle digital, mit Foto und Unterschrift, revisionssicher abgelegt.
  • Kalkulation mit Branchendaten (Großhandel, Datanorm) für Angebote — die klassische Faktura-Seite.
  • Einsatzplanung inklusive Notdienst-Bereitschaft.

Faktura-Seite und Organisations-Seite sauber trennen

Für Kalkulation, Aufmaß und Rechnung gibt es im Elektrohandwerk etablierte Branchenpakete — die gleiche Lage wie im SHK-Gewerk: Wenn dieser kaufmännische Kern Ihr Engpass ist, gehört eine Branchensoftware ins Haus, und today365 tritt dort bewusst nicht an (kein Faktura-Modul).

Das Organisations-Nadelöhr sieht anders aus: Prüffristen, die in einer Excel-Liste altern; Protokolle, die als Papier im Fahrzeug liegen; Übergaben per Zuruf. Genau dafür ist die Plattform gebaut — Fristen aller Art landen in der täglichen Morgenlage, bevor sie reißen; die Montage-Mappe dokumentiert jeden Arbeitsschritt mit Foto, Pflichtunterlagen tragen einen Lesenachweis, und die Kundin unterschreibt die Abnahme direkt auf dem Gerät.

Der Haftungs-Blick: Dokumentation ist keine Kür

Elektroarbeit ist Gefahrenabwehr — entsprechend zählt im Schadensfall die Frage, ob normgerecht gearbeitet und dokumentiert wurde. Drei Regeln aus der Praxis:

  1. Kein Protokoll, keine Prüfung: Eine durchgeführte, aber undokumentierte Prüfung ist juristisch kaum mehr wert als keine.
  2. Fotos vor dem Schließen: Klemmstellen, Leitungsführung, Kennzeichnung — das Bild vor dem Verputzen beendet spätere Diskussionen.
  3. Kenntnisnahme nachweisen: Arbeitsanweisungen und Unterweisungen (auch die jährliche Elektro-Sicherheitsunterweisung) gehören mit Lesenachweis dokumentiert — das verlangt auch jedes QM-System.

Entscheidung in zwei Sätzen

Branchensoftware zuerst, wenn Angebot und Abrechnung Ihr Engpass sind. Organisations-Plattform zuerst, wenn Prüffristen, Protokolle und Übergaben das Risiko sind — im Elektrohandwerk ist Letzteres häufiger der Fall, weil dort die Haftung wohnt. Beides zusammen ist der Zielzustand; die Systeme arbeiten nebeneinander.

Ein einfacher Selbsttest für den Ist-Zustand: Nehmen Sie drei beliebige Wartungskunden und beantworten Sie aus dem System — nicht aus dem Kopf — wann die letzte Prüfung war, wann die nächste fällig ist und wo das Protokoll liegt. Dauert das länger als eine Minute oder braucht es den Kollegen, der „das im Griff hat", ist die Organisationsseite dran, egal wie gut die Kalkulation läuft.

Häufige Fragen

Welche Software für DGUV-V3-Prüfungen?

Zwei Ebenen: Messgeräte-Software der Prüfgeräte-Hersteller erzeugt die Messprotokolle; die Betriebsorganisation muss die Wiederholungstermine überwachen und die Protokolle revisionssicher je Anlage ablegen. Die zweite Ebene wird häufiger vergessen — und sie ist die, die vor Haftung schützt.

Ist today365 eine Elektro-Branchensoftware?

Nein — Kalkulation mit Großhandelsdaten und Faktura gibt es bewusst nicht. Kontor übernimmt die Organisationsseite: Prüf- und Wartungsfristen in der täglichen Morgenlage, Montage-Dokumentation mit Foto und Unterschrift, Unterweisungen mit Lesenachweis, Belegweg mit KI-Auswertung.

Wie oft muss die DGUV-V3-Prüfung wiederholt werden?

Die Fristen richten sich nach Gefährdungsbeurteilung und Betriebsbedingungen — üblich sind für ortsveränderliche Geräte je nach Beanspruchung 6 bis 24 Monate, für ortsfeste Anlagen längere Intervalle. Entscheidend für den Betrieb: Die einmal festgelegten Fristen müssen zuverlässig wiedervorgelegt werden — genau daran scheitern Excel-Listen.

Wie dokumentiere ich Prüfprotokolle revisionssicher?

Je Anlage abgelegt, unveränderbar (neue Fassungen statt Überschreiben), mit Prüfer, Datum und Messwerten, über Jahre auffindbar. Papierordner erfüllen das theoretisch, scheitern aber praktisch an der Auffindbarkeit — eine digitale Ablage mit Protokollierung ist hier die robustere Antwort; die Grundlagen erklärt der Ratgeber zum Dokumentenmanagement.

Was kostet Software für einen Elektrobetrieb?

Branchenpakete liegen je nach Umfang meist im drei- bis vierstelligen Monatsbereich; die Organisationsschicht von today365 kostet 149 € je Betrieb plus 19–99 € je Nutzer nach Rolle. Entscheidend ist die Gegenrechnung: eine einzige verpasste Wartungsfrist oder ein verlorener Gewährleistungsstreit kostet mehr als ein Jahr Software.

Fristen, die sich selbst melden, statt in Excel zu altern — die Morgenlage zeigt es:

Zur Demo